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Laumann
27Apr

NRW CDU Minister für Kopfpauschale!!!

Auf WDR.de wird folgendes im Nachrichtenbereich gemeldet:

Sozialminister Laumann wirbt für Gesundheitsprämie

Der NRW-Sozialminister Laumann (CDU) hat sich für die Einführung der umstrittenen Gesundheitsprämie ausgesprochen. “Um den Weg in die Zwei-Klassen-Medizin zu vermeiden, müssen wir über andere Finanzierungsmöglichkeiten nachdenken, wobei eine Gesundheitsprämie für die zukünftigen Kosten vorstellbar wäre”, sagte Laumann der “Rheinischen Post” (Dienstagsausgabe, 27.04.10).

Quelle: http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/04/27/laumann_wirbt_fuer_gesundheitspraemie.jhtml

Damit wird die Wahl am 9.05.2010 endgültig auch zu einer Wahl über ein gerechtes oder ungerechtes Sozialsystem in Deutschland! Die Kopfpauschale (hier verharmlosend als “Gesundheitsprämie” bezeichnet) fordert von jedem Versicherungspflichtigen den gleichen Beitrag – egal wieviel er verdient. Zwar spricht man immer von einem “Sozialausgleich” durch Steuern, doch wir alle wissen, wie flüchtig Steuerzuschüsse sind: Ist mal kein Geld da, wird der Zuschuss einfach gestrichen und der Versicherungspflichtige bleibt auf den Kosten allein sitzen (glauben Sie nicht, das sich ihr Arbeitgeber weiter daran beteiligt)!

Ein gerechtes System für die zukünftigen Belastungen kann nur die Bürgerversicherung liefern, wo JEDER gemessen an seinem Einkommen sich an den Kosten der Gesundheitsversorgung beteiligt! Es kann nicht sein, dass sich die Besserverdienenden aus der solidarischen Finanzierung der Gesundheitsversorgung verabschieden! Schon jetzt sind normale und mittlere Einkommen nicht nur durch Steuern, sondern auch mit (Pflicht-) Sozialabgaben deutlich höher belastet, als Reiche!

Stoppt die Kopfpauschale – am 09.05.2010 Grün wählen – für ein gerechteres NRW!

30Dez

NRW Gesundheitsminister Laumann will Arbeitszeiten in Kliniken prüfen

Wie einer dpa Meldung vom 29.12.2009 zu entnehmen war, will NRW Gesundheitsminister Laumann (CDU) Anfang 2010 die Arbeitszeiten von Ärzten in Kliniken prüfen lassen. Dies geschieht im Hinblick auf die Einhaltung des Arbeitszeitschutzgesetzes. Das begrüße ich durchaus. Da ich beruflich in genau diesem Feld arbeite, erlaube ich mir auch schon einmal einen Ausblick auf das Ergebnis: Die Verstöße werden zahlreich sein! Das liegt zum Einen sicherlich daran, das Krankenhäuser durchaus noch organisatorische Änderungen einführen müssen. Zum größten Teil sind die zu erwartenden Verstöße allerdings eine Verfehlung der Gesundheitspolitik. Da Personalkosten im Krankenhaus naturgemäß der größte Kostenfaktor eines Krankenhauses sind, sehen die Träger der Krankenhäuser hier auch das größte Potential zu sparen. So wurden in den letzten Jahren die Personaldecken in der Krankenversorgung immer dünner. Nur halten sich Patienten mit ihren Erkrankungen nicht an Arbeitszeitgesetze oder Dienstpläne. Erkrankungen treten 24h am Tag an 365 Tagen im Jahr auf. Soll ein Arzt in einer Ambulanz dann sagen: “Tut mir leid, leider darf ich nicht länger arbeiten”, wenn keine Ablösung in Sicht ist?
Nun ist Herr Laumann als Gesundheitsminister ja nicht nur der, der die Überprüfungen durchführt – nein, er ist gleichzeitig auch Träger aller Universitätskliniken und Landeskrankenhäuser in NRW. Da sollte es doch heissen: Wir gehen mit guten Beispiel voran und versetzen als allererstes unsere eigenen Krankenhäuser personell in die Lage, innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen, eine gute Krankenversorgung zu gewährleisten! Ich bin gespannt, wie das mit seinem “Privat-vor-Staat” Koalitionspartner FDP (der das Gesundheitswesen immer noch als Gelddruckmaschine für die Privatwirtschaft sieht) umsetzen möchte. Denn mehr Personal (nötig zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen) heisst: Die Kliniken brauchen mehr Geld! Da sich Herr Laumann schon in der Vergangenheit immer dagegen ausgesprochen hat, das Krankenhauspersonal angemessen zu entlohnen, wird er auch hier sagen: Mehr Personal gibt es nicht – ihr müsst an anderer Stelle sparen!

Grüne Gesundheitspolitik heisst: Mit Bürgerversicherung und Bürgerpflegeversicherung ein solidarisches System schaffen, an dessen Finanzierung  sich alle Teile der Bevölkerung beteiligen! Ordentliche Arbeitsbedingungen für alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen mit einer gerechten Bezahlung für hochqualifizierte, menschliche Patientenversorgung. Ein Gesundheitswesen, dessen Arbeitsbedingungen die Menschen nicht krank machen. Und das alles für eine menschliche, qualifizierte Versorgung der Bevölkerung mit der Dienstleistung “Gesundheitsversorgung”!

27Nov

50 000 € Prämie allein werden den Landarztpraxen nicht helfen!

Die vom NRW Gesundheitsminister Laumann bereitgestellten 50 000 € für die jenigen Ärzte, die in Gemeinden unter 25 000 Einwohner eine Hausarztpraxis übernehmen, korrigieren das System nicht. Solange ein solcher Arzt nicht wirtschaftliche Sicherheit erfährt, die es ihm ermöglich in einer solchen Praxis auch eine langfristige Perspektive zu sehen, wird das den Ärztemangel auf dem Land nicht beheben!

Grüne Gesundheitspolitik – für eine starke Solidargemeinschaft, die eine Bürgernahe Versorgung schafft!

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