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Braunkohle
18Mrz

100m breites Teilstück der Tagebaukante Inden abgerutscht! *Update*

Plakat_NRW_KohleWie heute (erst) der Tagespresse zu entnehmen ist, kam es am letzten Wochenende zu einem Kantenabbruch von 100 m Breite im Braunkohletagebau Inden! Am westlichen Tagebaurand rutschen 450 000 Kubikmeter Geröll in den Tagebau.

Das dies nicht geplant war, bestätigt auch das RWE. Allerdings versuchen die Verantwortlichen zu beschwichtigen: Alles ganz normal, nicht mit Nachterstedt vergleichbar. Auch das so etwas vorkommt, wenn der Tagebau erst einmal zum Restsee geworden ist, schliesst das RWE aus. Wie sie sich da so sicher sein können, ist mir schleierhaft. Auch in Nachterstedt haben die Tagebaunachfolger und Genehmigungsbehörden mit Sicherheit nicht damit gerechnet, das ihnen die Kante wegrutscht!

Den Artikel der Aachener Zeitung gibt es hier zu lesen!

Wir müssen möglichst schnell aus der Braunkohleverstromung aussteigen! Kein Nachterstedt im Rheinland, keine neuen CO2 Schleudern (Braunkohlekraftwerke)! Förderung von regenrativen Energien für emissionsarmen Strom und zukunftsgerichtete Arbeitsplätze!

Update:

Großer Erdrutsch im Tagebau Inden berichtet auch der WDR

06Mrz

NEU: Schiedsstelle für Tagebaugeschädigte ab Mitte April

Wie heute der Tagespresse zu entnehmen ist, wird bei der Bezirksregierung Köln eine Anrufungsstelle “Bergschaden Braunkohle NRW” eingerichtet. Das wurde im Untersuchungsausschuss “Bergbausicherheit” beschlossen. An diese Anrufungsstelle können sich Privatpersonen und kleinere Handwerks- und Geschäftsbetriebe wenden, wenn an ihrem Eigentum Schäden durch die Sümpfung (das abpumpen des Grundwassers) entstanden sind. Eine Vermutung, das der Braunkohletagebau die Ursache ist, reicht aus. Da die Auswirkungen der Sümpfungen sich über weite Strecken bewegen, sind auch Bergschäden in weiter Entfernung zum nächsten Tagebau (viele dutzend Kilometer), möglich. Ein solches Verfahren ist für die Geschädigten kostenfrei! Allerdings muss man zuerst versuchen sich mit RWE Power über den Bergschaden zu einigen – erst wenn das erfolglos ist, kann man sich an die “Anrufungsstelle” wenden.

Nach wie vor ist somit der “10 Punkte Plan” des Netzwerk Bergbaugeschädigter nicht umgesetzt! Aber vielleicht ist die Einrichtung einer solchen Anrufungsstelle ein allererster Schritt in die richtige Richtung. Die Betroffenen dürfen in ihren berechtigten Anliegen nicht länger im Kampf gegen den Stromriesen RWE POWER allein gelassen werden!

Weitere Infos:

01Feb

Veranstaltung mit dem Netzwerk Bergbaugeschädigter des rheinischen Braunkohlereviers

Heute Nachmittag fand im Kreishaus in Düren eine spannende Infoveranstaltung des “Netzwerk Bergbaugeschädigter des rheinischen Braunkohlereviers e.V.” statt. Anwesend waren, neben Mitgliedern des Netzwerkes, Betroffenen (von Mönchengladbach bis Kerpen, Bergheim bis Inden, Nörvenich, …), viele Grüne Kommunalpolitiker aus den potentiell betroffenen Orten, Gudrun Zentis (Landagskandidatin Wahlkreis Düren II, Reiner Priggen (MdL) und Oliver Krischer (MdB).

Eindrucksvoll wurde von Herrn Immekus (vom Netzwerk / von Beruf Markscheider (das sind im Bergbau tätige Vermessungsingenieure mit Zusatzqualifikation) vorgetragen, welche Probleme durch die grossflächige Grundwasserspiegelabsenkung jetzt und in Zukunft auf die Region zukommen. Schnell wurde deutlich, das sich der Betreiber der Tagebaue hier häufig aus der Verantwortung stiehlt. Durch die Grundwasserspiegelabsenkung kann es auch noch viele Kilometer entfernt vom nächsten Braunkohletagebau zu Schäden an Gebäuden kommen. Diese vom RWE anerkannt zu bekommen, so berichten die Betroffenen, ist aber sehr schwierig. Natürlich trifft es nicht nur private Haushalte: Auch die Einrichtungen von Gemeinden sind betroffen. Hier nicht nur öffentliche Gebäude, sondern zum Beispiel auch Strassen, oder weniger offensichtlich, Kanalisationen. Wenn Kanäle saniert werden müssen, kostet das immer eine Menge Geld: Hier sollte also in der Region immer erst geprüft werden, ob vielleicht ein Bergbauschaden vorliegt. Denn ein Unternehmen, das 4,50€ pro Aktie an Rendite bezahlt, kann da durchaus in die Pflicht genommen werden. Gerade unter einem solchen Aspekt, bekommt das Märchen vom “subventionsfreien Energieträger Braunkohle”, wie RWE es gern erzählt, einen sehr faden Beigeschmack!

Als Fazit der Veranstaltung wurde gezogen, dieses Thema endlich mehr in den Focus der Öffentlichkeit zu bringen. Einmal durch die politische Ebene, in den Gemeinderäten, aber auch im Landtag, Braunkohleausschuss und im Bundestag. Es muss eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden, die analog zur Schlichtungsstelle in den Steinkohlerevieren! Desweiteren sollten zukünftige Schäden, wie im Steinkohlebergbau auch, durch eine Stiftung des Bergbautreibenden abgesichert werden!

Wer sich weiter Informieren möchte, kann dies beim Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V. tun!

Auch ich werde selbstverständlich nach dieser aufrüttelnden Veranstaltung an diesem Thema dranbleiben!

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