
BANKEN DIE WIR FÖRDERN
Gestern Abend gab es in der Bürgerhalle in Merzenhausen, auf Einladung verschiedener freier Wählergemeinschaften, eine Podiumsdiskussion zur Schulpolitik im Nordkreis. Herr Frey, von der UWG-JÜL, führte durch den Abend. Die zahlreich erschienen Zuschauer machten deutlich, das sie an einer sachlichen Lösung des lokalen Problems interessiert sind. Und was ist das Problem? In den nächsten Jahren wird es einen Rückgang der Schülerzahlen um ca. 45 % geben. Und schon heute gibt es weiterführende Schulen, die unter 20 Anmeldungen pro Jahr haben. Gleichzeitig besuchen ca. 700 Schülerinnen und Schüler umliegende Gesamtschulen (teils mit weiten Anfahrtswegen).
Das Konzept der FDP ist: Alles so weitermachen – und Schulen schliessen müssen wir auch nicht! Das ist doch blinde Verleugnung der Wirklichkeit!
Es muss also etwas passieren – ein Konzept muss her! Zum Abschluss wurde vom Sprecher der Stadtelternschaft Jülich ein “Bildungsgipfel” gefordert, in dem Experten beauftragt werden, ein tragfähiges Konzept auszuarbeiten und vorzustellen. Das ist auch meiner Meinung nach der beste Weg! Es muss ein Konsens gefunden werden, über die Grenzen einzelner Kommunen hinweg! Es geht schliesslich um die Zukunft unserer Kinder und nicht um die Profilierung einzelner Kommunen.
Ich glaube das eine Gesamtschule, mit Oberstufe, eine gute Alternative zu den bestehenden Haupt- und Realschulen, sein kann. Durch eine größere Durchlässigkeit ist in dieser Schulform die Chance für die Kinder viel größer, individuell den besten Bildungsweg, der für sie möglich ist, zu beschreiten. Gleichzeitig würde das zu einer Verkürzung der Fahrtzeiten führen, für die Schülerinnen und Schüler, die eine Gesamtschule besuchen möchten. Und man muss auch ganz ehrlich sagen: Es kann durchaus sein, das man Schulformen und ggf. Standorte aufgeben muss!